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9 Nov
2014

Das Haar in der Suppe

Zugeflogen - 3

 

Dies ist kein Gemeckere – dies ist ein Optimierungsvorschlag

Was gibt es bei einer Kreuzfahrt Schöneres als krank im Bett zu liegen, während die anderen sich das leckere Menü schmecken lassen. Es gab eine herrliche Suppe und ich fragte den Ober, ob ich auch einen Teller für meine Frau erhalten könne, den ich ihr auf die Kabine bringen wollte.

Alles muss seine Ordnung haben

Nein, so einfach ging das nun auch wieder nicht. Wäre ja auch noch schöner. Hätte sich meine Frau an den Tisch geschleppt, hätte sie natürlich ihr Abendessen erhalten.

Also musste ich zur Rezeption gehen und die Suppe bestellen. Geliefert wurde prompt. Der folgende Beleg war beigefügt.

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Nichts ist so, wie es einmal war

Am nächsten Abend das gleiche Prozedere. Allerdings mit einem kleinen Unterschied: Es wurden zwei Suppen geliefert und berechnet.

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Geht nicht, gibt´s doch

Meine Bitte um Stornierung dieser seltsamen Rechnung half nichts. Auch mein Hinweis auf die kostenlose Lieferung am Vortag und der fehlenden Information über die Kostenpflichtigkeit wurde ignoriert.

Optimierungsvorschlag

Liegt doch eigentlich auf der Hand …

25 Mai
2014

Wenn einer eine Reise tut … #12

Zugeflogen - 3Totale Bahnsteigkonfusion – Fatale Bahn-Nichtkommunikation

Freitag, 21.02.2014.

Erschöpft erreichen wir nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub unser Hotel. Unser Sohn sucht uns die beste Zugverbindung aus dem Internet. Ich notiere alles auf einem Zettel. Alles paletti. Bei solch einer guten Organisation kann ja nichts mehr schiefgehen. Oder?

Samstag, 22.02.2014

Überpünktlich warten wir auf die S-Bahn. Da fällt mein Blick auf die Info-Säule. Ich drücke den Knopf und werde gleich nach meinem Begehren gefragt. Vorsichtshalber möchte ich mich vergewissern, ob ich wirklich am Bahnhof Frankfurt West umsteigen muss, um auf Bahnsteig 4 den Intercity nach Hannover zu erwischen.

Die freundliche Dame bestätigt die Angaben. Nun freuen wir uns entspannt auf die Heimreise.

Bahnhof Frankfurt West

Pünktlich um 9:40 Uhr steigen wir aus der S-Bahn aus. Die Beschilderung ist klar. Nur der Transport ohne Aufzug oder Rolltreppe ist etwas umständlich. Aber wir haben ja alle Zeit der Welt. Der IC fährt ja erst um 09:56 Uhr ab.

Wir kommen die Treppe hoch. Links ist der leere Bahnsteig 5, rechts, auf Bahnsteig 4, stehen schon einige Leute.

Leichte Verwirrung

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Hat der für die Anzeige an Gleis 4 Zuständige gestern ein  Bier zu viel getrunken? Schnell mache ich obigen Schnappschuss – ich finde es einfach lustig. Einige Reisende bestätigen unabhängig voneinander, dass wir trotzdem von Bahnsteig 4 abfahren müssen, egal was die Anzeige zeige. Sie hätten sich erkundigt. Schnell ein Gang zum Fahrplan. Auch dort ist die Abfahrt auf Bahnsteig 4 um 09:56 Uhr angegeben.

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Ich will gerade noch ein Foto von der Nichtanzeige auf Bahnsteig 5 machen, da fährt der Zug auf Gleis 4 ein. Schnell eile ich zurück, schnappe mir die Koffer. Ich sehe auch nirgends „RE 15106“, die Nummer, die der Zug laut Bahnsteiganzeige haben soll.  Eine weitere Bestätigung für die Falschanzeige am Bahnsteig? Zum Nachdenken bleibt keine Zeit. Zwei Koffer und 4 Taschen wollen in den Zug. Sofort schließt sich die Tür. Glücklicherweise fragt meine Frau den zufällig neben ihr stehenden Schaffner, ob dies der IC nach Hamburg sei. Selten habe ich solche eine panische Reaktion erlebt. Nein, der laufe gerade auch Bahnsteig 5 ein. Geistesgegenwärtig öffnet er noch rechtzeitig die Tür und wir hechten auf den Bahnsteig zurück. Glücklicherweise sind die anderen Zugreisenden auch etwas verwirrt und steigen nur zögerlich ein. So erleben wir unser zweites Herzschlagfinale und erreichen in letzter Sekunde den IC.

Der geistesgegenwärtige Schaffner

Ich will gerade noch ein Foto von der Nichtanzeige auf Bahnsteig 5 machen, da fährt der Zug auf Gleis 4 ein. Schnell eile ich zurück, schnappe mir die Koffer. Ich sehe auch nirgends „RE 15106“, die Nummer, die der Zug laut Bahnsteiganzeige haben soll.  Eine weitere Bestätigung für die Falschanzeige am Bahnsteig? Zum Nachdenken bleibt keine Zeit. Zwei Koffer und 4 Taschen wollen in den Zug. Sofort schließt sich die Tür. Glücklicherweise fragt meine Frau den zufällig neben ihr stehenden Schaffner, ob dies der IC nach Hamburg sei. Selten habe ich solche eine panische Reaktion erlebt. Nein, der laufe gerade auch Bahnsteig 5 ein. Geistesgegenwärtig öffnet er noch rechtzeitig die Tür und wir hechten auf den Bahnsteig zurück. Glücklicherweise sind die anderen Zugreisenden auch etwas verwirrt und steigen nur zögerlich ein. So erleben wir unser zweites Herzschlagfinale und erreichen in letzter Sekunde den IC.

Mangelhafte innerbetriebliche Kommunikation

Kurz darauf kommt die Schaffnerin. Sie erklärt, dass auch sie nicht wusste, dass der IC von Bahnsteig 5 fahre. Als sie den falschen Zug auf Bahnsteig 4 einfahren sah, dachte sie sich schon, dass wegen einer Baustelle vor Frankfurt der IC mit Verspätung komme und deshalb wegen der möglichen Verspätung auf Gleis 5 einfahren würde.

Mein Vorwurf, warum keine Ansage oder eine Anzeige auf Bahnsteig 5 gemacht worden sei, warum niemand von der Bahn auf dem Bahnsteig auf die Änderung aufmerksam gemacht habe, konnte sie natürlich auch nicht beantworten. Wenn rechtzeitig die Anzeige auf Bahnsteig 4 dem aktuellen geänderten Fahrplan angepasst worden war, hätte der betroffene Verantwortliche ja auch auf Bahnsteig 5 eine Anzeige schalten können. Oder ist das Mit- bzw. Weiterdenken bei der Bahn nicht gefragt?

Die freundliche Schaffnerin war kam kurz darauf zurück und teilte mir mit, dass mein Anschlusszug eventuell etwas warten würde. Vorsichtshalber gab sie mir noch die weiteren Anschlussdaten für den Fall, dass wir nicht rechtzeitig in Hannover ankommen würden.

Fazit

Stress pur. Aber es hat dann ja Gottseidank noch alles gerade knapp geklappt. 7 Stunden Bahnfahrt mit einer dicken Erkältung sind schon eine Qual. Ich möchte mir lieber nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn der Schaffner des RE nicht so geistesgegenwärtig reagiert hätte. Eine Irrfahrt durch die Republik?

 Tja, man sollte wohl öfter Bahn fahren, damit man beim Einfahren sofort erkennt, um welche Sorte Zug es sich handelt. Oder fährt man besser gar nicht mehr mit ihr!?!

18 Mai
2014

Wenn einer eine Reise tut … #11

Zugeflogen - 3Ankunft in Frankfurt – Hektik pur

Hurra, wir sind gelandet. Jetzt fehlen nur noch die Koffer. Wegen der nahen Zugabfahrtszeiten hoffen wir, dass die Koffer schnell kommen. Drei Koffer sind zusammen abgegeben worden. Einer kommt gleich am Anfang, dann ist Warten angesagt. Der zweite taucht etwa in der Mitte auf, dann, endlich, der dritte, ziemlich am Schluss. Ob ich das Ein- und Auspackverhalten der Koffer je verstehen werde? Auch beim Hinflug war mir dieses Phänomen bereits aufgefallen.

Meine Frau und ich hasten in Richtung Bahnhöfe. Unterwegs bedauere ich asiatische Passagiere, die blass und schicksalsergeben in der zugigen Halle auf ihren Koffer hocken. Die Ärmsten. Wenn sie bis morgen so ausharren müssen – nicht auszudenken.

05-019a.

Der Weg zur S-Bahn ist nicht optimal gekennzeichnet, bei den Wegweisern zur S-Bahn ist noch gewaltiger Verbesserungsbedarf gegeben. Vielleicht sollten die Vorstände der Bahn mal öfter versuchen, auf den Bahnhöfen ihres Unternehmens allein zurechtzukommen?

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Welches ist die richtige S-Bahn? Auch diese Informationen sind in der Eile der Zeit nicht kundenfreundlich gestaltet. Eine S-Bahn fährt ein. Es könnte die richtige sein, die uns zum Frankfurter Hauptbahnhof bringen soll. Ich frage mehrere Reisende auf Deutsch und auf Englisch, ob die S-Bahn zum Hauptbahnhof fahre. Alle zucken mit der Achsel. So schlecht ist mein Englisch doch nun auch wieder nicht. Wir steigen auf Verdacht ein. Ich hoffe, im Zug eine Information zu erhalten. Ich sehe keine Anzeige.

Die Durchsage ist eher ein Extremdurchflüstern bzw. Durchkrächzen – total unverständlich. Wenigstens hängt ein S-Bahn-Wegeplan über der Tür. Sherlock Holmes wäre stolz auf mich. Wenn es die richtige S-Bahn ist, muss die nächste Haltestation irgendetwas mit G… sein. Bange Minuten verrinnen. Endlich fährt der Zug in den nächsten Bahnhof ein und – Aufatmen – es ist die richtige Station. Auch die nächste Station ist richtig und dann: Hurra, wir sind im Frankfurter Hauptbahnhof. Wieder einmal hat der Reise-Schutzengel es gut mit uns gemeint. Der Rest ist einfach, da wir die nächsten S-Bahn-Fahrt bereits auf der Hinfahrt absolviert haben

 Glaubt die Bahn, auf diese Weise Kunden zu behalten oder hinzuzugewinnen?

Fairerweise muss man sagen, dass der Plan im Hauptbahnhof, die Ansagen in der S-Bahn S3 erste Sahne waren. Wäre alles so gut organisiert, würde Bahnfahren richtig Spaß machen.

11 Mai
2014

Wenn einer eine Reise tut … #10

Zugeflogen - 3Suboptimales Ausstiegsverhalten

Wer bekommt den Fensterplatz?

Die Letzten werden die Ersten sein. Diesen Spruch muss ich irgendwie falsch verstanden haben. Mehr als zwei Stunden vor dem Abflug sind schon die meisten Plätze vergeben. Immerhin sitzen alle drei Familienmitglieder hintereinander auf einem Sitzplatz zum Gang.

Der Fensterplatz ist ja ein Statussymbol, für den man gern 5 Stunden früher kommt oder den man gegen eine Gebühr reservieren lässt. Einige Passagiere haben gar kein Interesse am schönen Ausblick und vertiefen sich sofort in ihre Lektüre. Hat schon jemand einmal versucht, die Plätze zu tauschen mit dem Hinweis, lesen könne man auch auf dem Sitz am Mittelgang? Aber ich will ja nicht klagen. So kann ich meine Beine ausstrecken und bin nicht wie eine Sardine eingeklemmt.

Kann das Ausstiegsverhalten aus dem Flugzeug optimiert werden?

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Außerdem müsste man als Mittelgangsitzplatzbesitzer auch beim Ausstieg einen Vorteil haben. Wie war das noch mit „Die Letzten werden die Ersten sein“? – Denkste.

Eigentlich ist man sofort auf dem Gang holt sein Handgepäck – und dann? Von wegen schnell aussteigen. Wenn der Erste sich zum Ausgang begibt, drängen sich schnell seine Sitznachbarn auf den Gang und holen erst einmal umständlich ihre Sachen aus der Ablage, ziehen ihre Mäntel an. Alle anderen der folgenden Reihen müssen warten. Alle vor ihnen haben bereits das Flugzeug verlassen. So geht es Reihe für Reihe. Geduldig warten die Hinterbänkler, bis sie nach etwa zehn Minuten an der Reihe sind.

Es wäre eine Fallstudie wert, ob die regulierungsfreudigen Deutschen nicht auch hier eine Lösung fänden. So könnte z.B. ein Politiker schnell eine Doktorarbeit über dieses Thema schreiben, ohne aus Mangel an Literatur Angst haben zu müssen, dass er des Plagiats verdächtigt würde. Mein Vorschlag: Die direkt am Gang sitzenden Passagiere, die ja schon startklar sind, verlassen schnell das Flugzeug. Anschließend holen daneben Sitzenden Ihre Sachen und folgen kontinuierlich. In Nullkommanix wären alle ausgestiegen.

Haben die Passagiere die Geduld oder Fähigkeit, so etwas zu organisieren? Oder ist der auf Urlaub gepolte Reisende damit überfordert? Oder? Oder? Oder? …

Die Lösung des Problems?

Böse Zungen behaupten, dass die Fluggesellschaften das Problem auf praktische Weise gelöst haben. Erst wenn alle Passagiere bereits zehn Minuten in der Abfertigungshalle auf ihre Koffer warten, werden diese auf das Band geworfen. So hat keiner das Gefühl, durch das Ausstiegsverhalten der anderen Passagiere benachteiligt zu sein. Die wahrscheinlich nervenschonendste Vorgehensweise.

4 Mai
2014

Wenn einer eine Reise tut … #9

Zugeflogen - 3Was kümmern uns die Sicherheitsvorkehrungen?

Endlich geht es los. Wir sitzen im Flugzeug und freuen uns, dass wir vom Streik des Sicherheitspersonals am Frankfurter Flughafen nicht betroffen sind.

Im Film über die Sicherheitsvorkehrungen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass während der Start- und Landephase alle Handys, Smartphones, Laptops usw. nicht in Betrieb sein dürften. Obwohl das Flugzeug zum Start ansetzt, spielen der Sitznachbar meiner Tochter und seine Frau weiter auf ihrem Handy. Auf die Bitte meiner Tochter, es auszustellen, antwortet er mit einer flapsigen Bemerkung und spielt weiter. Der Vordermann dreht sich um, grinst und macht seinerseits sein Handy an. Ärgerlich klopft meine Tochter ihm auf den Arm und zischt: „Ausmachen!“.

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Erstaunlicherweise sind innerhalb von drei Sekunden alle drei Geräte ausgeschaltet.

Wäre stattdessen eine dumme Bemerkung gekommen, hätte sie den beiden Klugscheißern sicher gesagt, dass sie, wenn sie unbedingt einen Flugzeugabsturz provozieren wollten, dann aber gefälligst nicht, wenn sie im Flugzeug sitze.

Wir erkundigten uns anschließend bei der Stewardess, ob es seine Richtigkeit mit dem Ausstellen hätte. Sie bejaht und verspricht, beim Landeanflug genau hinzuschauen. Als die Durchsage des Flugkapitäns kommt, verschwinden die Geräte augenblicklich.

Warum müssen Leute, die  genau wissen, dass sie im Unrecht sind, erst einmal den Macho herauskehren?