Graf Bobby

Graf Bobby

Humor - 170

„Nun, hat sich Ihre Erkältung gebessert, Herr Graf?“

„Nein, Herr Doktor“, bedauert Graf Bobby.

„Haben Sie denn nicht, wie ich verordnet hatte, nach einem heißen Bad ein Glas Zitronensaft getrunken?“

„Nein, Herr Doktor, nachdem ich das heiße Bad getrunken hatte, konnte ich den Zitronensaft nicht mehr hinunterkriegen!“

Enttäuschte Erwartung

Enttäuschte Erwartung

Humor - 170

Ein junger Maler hatte sich durch die Vermittlung eines sehr hohen klerikalen Gönners die Erlaubnis ver­schafft, Papst Leo XIII. zu malen.

Mit viel Geduld und liebenswürdig ließ der Hei­lige Vater die Prozedur über sich ergehen. Endlich war das Porträt fertig. Der Künstler bat den Papst, es anzuschauen.

Und Leo XIII. be­trachtete es schweigend, wo­bei er leise lächelte, was der Künstler als Anerkennung deutete. So ermutigt, bat der Künstler den Heiligen Vater, doch mit der eigenen heiligen Hand selbst etwas an den Rand des Bildes zu schrei­ben.

Bereitwillig griff der Papst zur Feder und schrieb unter das Bild die Worte: „Joh. 6, Vers 20“.

Hochbeglückt eilte der junge Maler heim und schlug, da angekommen, die Heilige Schrift auf, um dort zu lesen: „Ich bin es. Fürch­tet euch nicht!“

Graf Bobby

Graf Bobby

Humor - 170

Graf Bobby schleppt zwei schwere Bücher über den Wiener Prater.

„Aber Bobby“, staunt sein Freund Rudi, „was schleppst du denn da für zwei dicke Wälzer?“

„Das ist die Chro­nik der Stadt Wien, und die muss doch jeder gute Wiener gelesen haben.“

„Einverstanden, aber wovon handelt das andere Buch?“

„Das ist auch die Chronik der Stadt Wien; denn man sagt doch, die Chronik wäre doch so interessant und unter­haltsam, dass man sie gerne zweimal lesen könnte.“