Der rechenschwache Pilger

50 Jahre vor Christi Geburt wanderten zwei Pilger nach Jerusalem, um im Tempel Opfer zu bringen.

Auf einmal sahen sie einen alten Mann am Straßenrand sitzen. Der rief die Wanderer zu sich heran und bat sie um ein Stück Brot. Pilger sind großzügig, und so beschlossen die beiden, den Rest ihres Vorrates mit dem Alten zu teilen. Johannes hatte noch zwei Brote, Andreas sogar drei. Damit sich keiner benachteiligt fühlen sollte, schnitten sie jedes der fünf Brote in drei gleich große Teile und verteilten dann an jeden der drei Männer fünf solcher Drittelbrote. Nachdem sie gegessen und ein wenig geplaudert hatten, zog der alte Mann plötzlich eine Börse aus den Falten seines Gewandes und sagte: „Ich habe mich überzeugt, dass ihr gute Menschen seid und so will ich euch belohnen. Hier sind fünf Goldstücke, teilt sie euch.“

Beide zogen vergnügt weiter.

„Das ist schnell geteilt“, meinte Andreas. „Du hattest zwei Brote und ich drei. Also nimmst du zwei Goldstücke und ich drei.“

Aber damit war Johannes gar nicht einverstanden. „Wir haben beide gemeinsam unser Letztes gegeben und es ist nur recht und billig, wenn wir uns auch das Gold ehrlich teilen.“ – Aber Sie wissen es ja selbst – bei Brot mag eine Einigung möglich sein, bei Gold nicht. Die beiden gingen also zu dem alten Mann zurück und baten ihn, den Streit zu schlichten. Der nahm die Goldstücke zurück, verpflichtete die beiden, seine Entscheidung unbedingt anzuerkennen und gab dann das Gold nochmals aus: vier Goldstücke an Andreas und eins, das letzte an Johannes. Sodann ließ er die beiden stehen und ging seines Weges.

Aber während Achmed die funkelnden Goldstückchen durch seine Finger gleiten ließ, lief Johannes dem Fremden nach und bat ihn, seine Entscheidung zu  erklären. Aber der schüttelte nur den Kopf:

„Ihr habt mir ein Geschenk gemacht und ich wollte euch eins dafür geben. Aber durch euren Streit ist aus der Gabe ein Verkauf geworden und aus meiner Gegengabe eine Bezahlung. Rechne nach und du wirst sehen, dass ich recht geteilt habe.“

Johannes rechnet heute noch. Schaffen Sie es schneller?

Die Lösung werde ich in ca. 2 Wochen in den Kommentaren veröffentlichen.

Ein gewagtes gewogenes Problem

Bei der Fernsehsendung „Hilfe! Hoffentlich geht mir die Million nicht flöten“ hat der Kandidat eine Minute Zeit, das folgende Problem zu lösen:

Er hat acht gleich aussehende Würfel vor sich liegen. Eine wiegt ein kleines bisschen weniger als die anderen sieben gleichschweren Kugeln.
05-021

Es steht ihm zur Lösung des Problems nur eine Balkenwaage zur Verfügung.

Er erreicht die nächste Runde nur, wenn er den leichteren Würfel mit möglichst wenigen Wägungen herausfindet

Wie viele Wägungen müssen mindestens durchgeführt werden, um die „falsche“ Kugel herauszufinden? Wie ist dabei vorzugehen?.

Die Lösung werde ich in ca. 2 Wochen in den Kommentaren veröffentlichen.

Die bedingt cleveren Marktfrauen

Zwei Marktfrauen hatten je 60 Äpfel zu verkaufen; die eine verkaufte zwei Stück für je 50 Cent, die andere 3 Stück für je 50 Cent. Am Ende des Tages betrugen die Erlöse für die Äpfel 15,00 € bzw. 10,00 €, insgesamt also 25,00 €.

Am nächsten Tag beschlossen die beiden Marktfrauen, der Einfachheit halber gemeinsam zu verkaufen; sie legten ihre Äpfel zusammen und verkauften je 5 davon für einen Euro. Als sie aber ihre Einnahmen zusammenzählten, bemerkten sie zu ihrem Schrecken, dass sie nur 24,00 € hatten.

Wo ist der Euro geblieben?

Die Lösung werde ich in ca. 2 Wochen in den Kommentaren veröffentlichen.