Die riesige Zeitersparnis

Hans und Kurt, zwei Freunde, wohnen in derselben Stadt. Kurt arbeitet jedoch im Nachbarort und fährt jeden Tag mit dem Zug zu seiner Arbeitsstelle. Nun ist Hans seit kurzem Besitzer eines Autos und holt damit seinen Freund häufig abends vom Zug ab, der regelmäßig um 18 Uhr ankommt.

Eines Nachmittags hat Kurt unverhofft früher als sonst Arbeitsschluss. Er steht bereits um 17 Uhr abholbereit am Bahnhof. Er geht Hans zu Fuß entgegen, da dieser versprochen hatte, ihn heute abzuholen. Und richtig: Hans, der sich zu dem üblichen Zeitpunkt auf den Weg zum Bahnhof gemacht hatte, so dass er dort pünktlich um 18 Uhr eingetroffen wäre, kommt dem Freund entgegen gefahren, lässt ihn einsteigen, wendet und fährt nach Hause, wo die beiden 20 Minuten früher als sonst ankommen.

Wie lange ist Kurt zu Fuß unterwegs gewesen, wenn man die Geschwindigkeiten als konstant annimmt?

Die gerechte Teilung

Im alten China lebten die Bauern Ching und Chang, die sich schon seit langem über den Grenzverlauf auf einem Stück Land stritten, von dem sie beide einen Teil beanspruchten. Machte einer von ihnen einen Vorschlag, hatte der andere stets etwas daran auszusetzen, so dass mit der Zeit eine Sippenfehde daraus zu entstehen drohte. Soweit wollte man es aber doch nicht kommen lassen, und die beiden Bauern beschlossen, in dieser schwierigen Angelegenheit den für seine Weisheit gerühmten Richter Saisch Lau aufzusuchen.

Saisch Lau ließ sich den Fall vortragen und hörte die jeweiligen Argumente der beiden Bauern an. Er sann eine Weile nach und sprach dann sein Urteil, das Ching und Chang gleichermaßen gefiel, ohne das betreffende Stück Land auch nur gesehen zu haben. Wie entschied Saisch Lau?

Der kleine Hypnotiseur

Fritzchen ist ein ganzer Schelm. Bei einer Geburtstagsparty behauptet er, hypnotisieren zu können. Um dies zu beweisen, bittet er seinen Vater, sich mit ihm gemeinsam auf eine Zeitung zu stellen, wobei er nachweist, dass der Vater nicht in der Lage ist, seine Nasenspitze zu berühren. Wie das?

Die Suche nach dem schnellsten Weg

Wir verirrten uns nachts in der Heide. Es war fürchterlich kalt, und wir wollten so schnell wie möglich unter Dach kommen. Es war Mondlicht, aber einige Hügel verdeckten den Horizont. Überall herrschte Totenstille.

Wir gingen aufs Geratewohl weiter, und plötzlich drangen von der rechten Seite Töne an unser Ohr. Es war zweifellos das Pfeifen einer Lokomotive.

Links aber hörten wir Pferde wiehern und Hunde bellen. Also waren in der Nähe ein Bahnhof und ein Gehöft …

Kannst du erraten, welche Richtung wir nun einschlugen ‑ nach rechts oder nach links?