{"id":1272,"date":"2013-02-20T07:00:29","date_gmt":"2013-02-20T06:00:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.k-engelhardt.de\/knobeleien\/?p=1272"},"modified":"2013-02-23T22:07:15","modified_gmt":"2013-02-23T21:07:15","slug":"der-rechenschwache-pilger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/k-engelhardt.de\/knobeleien\/der-rechenschwache-pilger\/","title":{"rendered":"Der rechenschwache Pilger"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-256 alignleft\" style=\"margin: 5px;\" title=\"cat-logelei\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.k-engelhardt.de\/knobeleien\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/logelei150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">50 Jahre vor Christi Geburt wanderten zwei Pilger nach Jerusalem, um im Tempel Opfer zu bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf einmal sahen sie einen alten Mann am Stra\u00dfenrand sitzen. Der rief die Wanderer zu sich heran und bat sie um ein St\u00fcck Brot. Pilger sind gro\u00dfz\u00fcgig, und so beschlossen die beiden, den Rest ihres Vorrates mit dem Alten zu teilen. Johannes hatte noch zwei Brote, Andreas sogar drei. Damit sich keiner benachteiligt f\u00fchlen sollte, schnitten sie jedes der f\u00fcnf Brote in drei gleich gro\u00dfe Teile und verteilten dann an jeden der drei M\u00e4nner f\u00fcnf solcher Drittelbrote. Nachdem sie gegessen und ein wenig geplaudert hatten, zog der alte Mann pl\u00f6tzlich eine B\u00f6rse aus den Falten seines Gewandes und sagte: &#8222;Ich habe mich \u00fcberzeugt, dass ihr gute Menschen seid und so will ich euch belohnen. Hier sind f\u00fcnf Goldst\u00fccke, teilt sie euch.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beide zogen vergn\u00fcgt weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Das ist schnell geteilt&#8220;, meinte Andreas. &#8222;Du hattest zwei Brote und ich drei. Also nimmst du zwei Goldst\u00fccke und ich drei.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber damit war Johannes gar nicht einverstanden. &#8222;Wir haben beide gemeinsam unser Letztes gegeben und es ist nur recht und billig, wenn wir uns auch das Gold ehrlich teilen.&#8220; &#8211; Aber Sie wissen es ja selbst &#8211; bei Brot mag eine Einigung m\u00f6glich sein, bei Gold nicht. Die beiden gingen also zu dem alten Mann zur\u00fcck und baten ihn, den Streit zu schlichten. Der nahm die Goldst\u00fccke zur\u00fcck, verpflichtete die beiden, seine Entscheidung unbedingt anzuerkennen und gab dann das Gold nochmals aus: vier Goldst\u00fccke an Andreas und eins, das letzte an Johannes. Sodann lie\u00df er die beiden stehen und ging seines Weges.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber w\u00e4hrend Achmed die funkelnden Goldst\u00fcckchen durch seine Finger gleiten lie\u00df, lief Johannes dem Fremden nach und bat ihn, seine Entscheidung zu\u00a0 erkl\u00e4ren. Aber der sch\u00fcttelte nur den Kopf:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Ihr habt mir ein Geschenk gemacht und ich wollte euch eins daf\u00fcr geben. Aber durch euren Streit ist aus der Gabe ein Verkauf geworden und aus meiner Gegengabe eine Bezahlung. Rechne nach und du wirst sehen, dass ich recht geteilt habe.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Johannes rechnet heute noch. Schaffen Sie es schneller?<\/p>\n<p><em>Die L\u00f6sung werde ich in ca. 2 Wochen in den Kommentaren ver\u00f6ffentlichen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>50 Jahre vor Christi Geburt wanderten zwei Pilger nach Jerusalem, um im Tempel Opfer zu bringen. Auf einmal sahen sie einen alten Mann am Stra\u00dfenrand sitzen. Der rief die Wanderer zu sich heran und bat sie um ein St\u00fcck Brot. &hellip; <a href=\"https:\/\/k-engelhardt.de\/knobeleien\/der-rechenschwache-pilger\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-1272","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-logeleien"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/k-engelhardt.de\/knobeleien\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1272","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/k-engelhardt.de\/knobeleien\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/k-engelhardt.de\/knobeleien\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/k-engelhardt.de\/knobeleien\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/k-engelhardt.de\/knobeleien\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1272"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/k-engelhardt.de\/knobeleien\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1272\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1358,"href":"https:\/\/k-engelhardt.de\/knobeleien\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1272\/revisions\/1358"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/k-engelhardt.de\/knobeleien\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1272"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/k-engelhardt.de\/knobeleien\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1272"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/k-engelhardt.de\/knobeleien\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1272"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}