Internetverbot für Fotos #1 – Fotografieren verboten – Rückfall in die Steinzeit?

 

Montag, 13. 08. 2018

Der Bundespräsident unterschreibt nach gründlicher Prüfung und mit erheblichen Bauchschmerzen die folgenden mit überwältigender Mehrheit vom Deutschen Bundestag verabschiedeten Gesetze:

  1. Das Gesetz über den geordneten Umgang mit Fotos im Internet, das  GUMFI-Ges sowie
  2. das Gesetz über die Pflicht zum verantwortungsvollen Umgang mit der medialen Präsenz im Internet, das PvUI-Ges, das von den Piraten sofort als „Pfui-Gesetz“ diffamiert wird.

Jeder Bürger hat drei Monate Zeit, von der neu einzurichtenden Behörde EEA, die Erfassungsbehörde für elektronische Aufnahmen, sämtliche Geräte mit Kamera- und Videofunktion mit einer Nummer und einem digitalen Fingerabdruck versehen und bei der EEA registrieren zu lassen.

Nach einem Jahr müssen sämtliche Kameras unlöschbar auf jedem Foto oder Video die Registriernummer und Aufnahmedaten speichern. Ältere Kameras dürfen noch in einer Übergangszeit benutzt werden. Gegen eine geringe Gebühr werden die Fotos von der EEA den neuen gesetzlichen Anforderungen angepasst.

Bei Verstößen gegen beide Gesetze drohen Kamera-, Handy- und Internetverbot für die Eigentümer.

Was ist passiert?

Hier geht´s am 05.10.2012 weiter

Satire: Literatur-Nobelpreis für Anti-Grass-Gedicht #2

Was bisher geschah.

 

Montag, 12. 11. 2012: Built berichtet und irritiert

Die Bedeutung der Auszeichnung ist auch der Built-Zeitung nicht entgangen. Erstmalig wurde die vollständige Seite 1 der Verleihung gewidmet.  Unter der Überschrift „Wir sind Literatur-Nobelpreisträger“ wurden die vier Gewinner geehrt und ihre Schöpfungen auf der linken Hälfte abgedruckt. Die rechte Seite musste leider leer bleiben, da die zugehörigen Grass-Gedichte aus urheberrechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden durften. Erstaunen und Befremden ruft allerdings die Tatsache hervor, dass diese Nachricht von einem schwarzen Trauerflor umrahmt ist.

 

 Dienstag, 13. 11. 2012: Built entschuldigt sich

Kain Dickman entschuldigt sich in einer Pressekonferenz für das Versehen. Der Rand sollte in den Farben Schwarz-Rot-Gold gestaltet werden. Der Setzer hatte mangels Farbe eigenmächtig auf die Farben Rot und Gold verzichtet. Selbstredend sei ihm sofort fristlos gekündigt worden.  Der bereits angedrohten arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung sehe man gelassen entgegen.

 

Mittwoch, 14. 11. 2012: Der Schriftsetzer schweigt

Der Anwalt des gekündigten Schriftsetzers einigt sich in einem außergerichtlichen Vergleich über eine Abfindung. Beide Seiten vereinbaren absolutes Stillschweigen. Der Schriftsetzer verzichtet auf eine gerichtliche Feststellung seiner Unschuld.

 

Freitag, 16. 11. 2012: Eine versteckte Entschuldigung

Die Built-Zeitung entschuldigt sich öffentlich in ihrer neuesten Auflage für das Versehen. Interessanterweise wird diese Berichtigung fast unlesbar in Kleinschrift zwischen zwei Anzeigen für die neueste Reizunterwäsche auf der letzten Seite abgedruckt, so dass sie vollständig in der Euphorie über die Preisverleihung untergeht.

 

Samstag, 17. 11. 2012: Gründung einer Literatur-Stiftung

Das Medium hat bereits angedeutet, dass die großen Vier den Preis zur Förderung der Literatur in eine Stiftung einbringen wollen. Es sei nicht auszuschließen, das auch Personen gefördert werden könnten, die sich bereit erklärten, im Interesse der Literatur auf das Verfassen von Gedichten zu verzichten.

 

 

 

21 Sep
2012
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Deutscher Anrede-Irrsinn

Politisch korrekt zu handeln oder reden ist ja in Deutschland seit einiger Zeit in. Nach neuesten Umfragen haben allerdings viele noch nicht so ganz verstanden, wer die Regeln festlegt und was das im Einzelnen soll. Trotzdem wollen oder können sie sich diesem Zeitgeist nicht entziehen oder fühlen sich ihm machtlos ausgeliefert.

Während z.B. zwei große Rechtschreibereformen dafür sorgen sollten, dass der Gebrauch der deutschen Sprache vereinfacht wird, wurde von verantwortlicher Seite eine Verschlimmbesserungserweiterung nahezu widerstandslos hingenommen: die offizielle Anrede.

Vermehrt fragen sich die Bürger, ob die Deutschen zu blöd geworden sind, zu begreifen, dass „Liebe Leser“ als Oberbegriff männliche und weibliche Wesen umfasst? Der erste tapsige Emanzipationsversuch, böse Stimmen sprachen schon früh von Minderwertigkeitskomplexbewältigung,  startete mit „Liebe Leser/innen“ bzw. „Liebe LeserInnen“ . Während sich alle Welt über die angebliche EU-Regulierungswut der Brüsseler Eurokraten aufregt, scheinen sich die meisten geduldig mit den nervigen Doppelanreden „Liebe Leser, liebe Leserinnen“ abgefunden zu haben. Wie viel wertvolle Zeit hätte man gewonnen, wenn einem dieser verbale Müll erspart bliebe! Es ist schon manchmal putzig, wie krampfhaft konzentriert Interviewte sich mehr auf die korrekte Anredeform statt auf Inhalte zu konzentrieren scheinen.

Es ist wohl wie mit der Sommerzeit. Keiner will die Umstellung, aber wie ein Naturereignis hat sie sich verselbstständigt. Gute Argumente für eine Abschaffung werden ignoriert. Fügen wir uns also geduldig in unser Schicksal.

Betrachten wir es einmal von der positiven Seite: Wir haben hier ein dankbares Betätigungsfeld für engagierte Emanzipationsfans von Stammtischdiskussionen bis hin zu Doktorarbeiten, deren Ausführungen die nächste Reform auslösen könnte. Auch Quizsendungen wie „Red´ dir eine Million an“ könnten sehr hilfreich sein. Nach der Aufstellung von ultimativen Regeln müssen die Kandidaten die richtige Anredeform finden.

Hier sollen nur einige weltbewegende Probleme angedeutet werden, die einer wissenschaftlichen Aufarbeitung harren:

  • Wie lautet die weibliche Anredeform für:
    Sadist, Scherzkeks, Sträfling, Musterknabe, Witzbold, Dummkopf, Querkopf, Gast, Quatschkopf, Schiedsrichter, Suppenkaspar, Fußballfan, Muskelprotz, Räuber, usw.?
  • Wie redet man einen weiblichen Vertreter der Grünen an? Liebe Grünin? Liebe Grünenin?
  • Nicht hinnehmbar ist im Zuge der Reform die Diskriminierung der Männer. Wie lautet die männliche Anredeform für: Transuse, Xantippe, Dame? Für „Herr“ gibt es „Herrin“, aber umgekehrt?
  • Kann man die einseitige Fixierung einzelner Bezeichnungen auf nur ein Geschlecht noch hinnehmen? Müssen für Bruder-Schwester, Onkel-Tante usw. neue Bezeichnungen gefunden werden?
  • Wie ist mit Begriffen wie „Eltern“ umzugehen, besonders im Zusammenhang mit der Diskussion um die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Eltern?
  • Kann man die diskriminierende Anrede-Einschränkung auf männlich/weiblich noch akzeptieren? Muss vielleicht eine erweiterte Anredekultur für gleichgeschlechtlich Orientierte oder Transsexuelle geschaffen werden?

Packen wir es an! Große Aufgaben warten auf uns. Sollten wir vielleicht in Zukunft nur noch „Hallo, ich grüße Sie alle!“ sagen oder ganz auf die Anrede verzichten? Gerüchten zufolge soll in Briefen auch das „Sehr geehrte Damen und Herren“ bereits als Beleidigung eingestuft werden. „Hey“, „Hallo“ oder gar nichts sind ja auch schon in.

Was ist eure Meinung?

Satire: Literatur-Nobelpreis für Anti-Grass-Gedicht #1

Mittwoch, 12.12.2012: Verbot der Built-Zeitung?

Der Presserat verurteilt auf das Schärfste die Berichterstattung der Built-Zeitung über die Verleihung des diesjährigen Literaturnobelpreises. Erstmalig ist auch die Androhung einer Strafe von 1 Milliarde Euro wegen wiederholter Verstöße gegen eine moralisch einwandfreie Berichterstattung. Sollten weitere Beanstandungen auftreten, droht der Presserat mit einem gerichtlichen Verbot.

Was ist passiert?

Sonntag, 11.11.2012: Sensation – 4 Tote erhalten den Nobelpreis

Mit einer Aufsehen erregenden, bahnbrechenden Entscheidung ist das Nobelpreiskomitee heute an die Öffentlichkeit getreten. Zum zweiten Mal in der Geschichte wird der Nobelpreis nicht an eine lebende Person verliehen.

Auch dieses Mal ist es der Kommission gelungen, mit einer guten Begründung ihre Entscheidung zu rechtfertigen. Geehrt wurde das Himmlische Literarische Quartett, bestehend aus Isaac Asimov, Ephraim Kishon, Stenislaw Lem und Loriot. Ihr Verdienst besteht darin, dass sie es geschafft haben, auch nach ihrem Tod mit Hilfe eines lebenden Mediums weiterhin die Menschheit mit ihren Werken zu beglücken.

Auslöser für den Preis waren die beiden Anti-Grass-Gedichte. Das erste Gedicht erschien den Fachleuten preiskrönungswert wegen seiner genialen Schlichtheit, seiner einfachen, leicht verständlichen Sprache im Reim-dich-oder-ich-fress-dich-Stil, das auf eine unnachahmlichen Art diese Literaturform der Allgemeinheit nahe gebracht habe. Die positive Ausstrahlung auf die volkstümliche Dichtkunst, wie zum Beispiel das Verfassen von Karnevalsbeiträgen, sei von unschätzbarem Wert. Nach der Erstveröffentlichung zählte Google über 100.000 begeisterte Leserbriefe in Gedichtform.

Ebenso fand das zweite Gedicht, das in seiner schlichten Komplexität den unvergleichlichen Stil von Günter Grass imitiert, eine Aufsehen erregende Resonanz. Lobend wurde Günter Grass erwähnt, der mit seinen von vielen zu Unrecht kritisierten Beiträgen diesen Aufschwung ermöglicht habe. Deutschland, das Land der Dichter und Denker, sei wieder erwacht.

Hier noch einmal die preisgekrönten Werke:

Was gesagt werden muss *
Hallo Herr Grass, ist das ein Gedicht?
Das reimt sich vorn und hinten nicht.
Der Inhalt ist einfach zu schlicht,
Ausgewogenheit wäre Ihre Pflicht.
Wer so mit der Wahrheit bricht,
verliert sein moralisches Gewicht.

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17 Sep
2012

Perlen der deutschen Schildawelt #1

 

Richtungsloses Molbergen?

Das Leben ist voller Rätsel. Hierbei frage ich mich:

  • Führen alle Wege erst nach Molbergen und dann in alle  Richtungen?
  • Liegt Molbergen außerhalb aller Richtungen?
  • Führen die beiden anderen Abzweigungen in keine Richtung?